Der Beitrag greift zentrale Ergebnisse eines Forschungsprojekts auf, die die spezielle Situation von Erwachsenen mit komplexen Behinderungen und schwerwiegenden herausfordernden Verhaltensweisen im Land Baden-Württemberg beleuchten und internationale Erkenntnisse miteinbeziehen. Viele Betroffene müssen sich in speziellen Sondergruppen unter Bedingungen einer „totalen Institution“ (GOFFMAN) zurechtfinden, die einen gefängnisartigen Charakter aufweisen und wenig Lebensqualität gewährleisten. Im Unterschied zu anderen westlichen Industrienationen (USA, Kanada, skandinavische Länder) werden die Wohn- und Lebensbedingungen in den Sondergruppen kaum unter präventiven Gesichtspunkten reflektiert. Ferner dominiert eine reaktive, nicht selten aversive Praxis, die keine positive Wirksamkeit erkennen lässt. Stattdessen sollten umfassende Konzepte (z.B. Positive Verhaltensunterstützung) in den Blick genommen werden, die nachweislich als erfolgversprechend gelten können.

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